index.php TV 1860 Petterweil - Handball

SV Hermsdorf

-

TV Petterweil

32

:

31

Regionalliga Südwest

14. Oktober 2006, 19:30 Uhr

Rote Laterne - aber Moral ungebrochen

31:32 - Dem kapitalen Fehlstart folgte in in der zweiten Hälfte eine furiose Aufholjagd. Chance auf Remis in letzter Sekunde vergeben.

Pierre D`Aveta
10
3 / 7
Jörn Olbrich
8
8 / 0
Dirk Pezold
6
6 / 0
Heiko Trinczek
4
4 / 0
Dennis Baier
1
1 / 0
Björn Ehmer
1
1 / 0
Felix Schneider
1
1 / 0
Rene Lenhardt
0
0 / 0
Fabian Neumeier
0
0 / 0
Hans Self
0
0 / 0

Mehr Cleverness, sonst droht TVP „rote Laterne“

Petterweil. Mit aller Macht wollen die Handballer des TV Petterweil in der Regionalliga Südwest den Sturz ans Tabellenende verhindern. „Das ist ein richtungweisendes Spiel, das wir – egal wie – gewinnen wollen“, betont Trainer Gebhard Fink vor dem heutigen Kellerduell bei Schlusslicht TV Hermsdorf (19.30 Uhr). Nur die bessere Tordifferenz zu Gunsten des TVP trennt beide noch sieglose Mannschaften (je 1:7) voneinander.

„Es wird ein schwerer Gang“, prophezeit Fink seinem Team, von dem er einen „Tick mehr Cleverness“ erwartet. Zwar konnte Petterweil zuletzt im Heimspiel gegen Hochdorf (29:29) das erste kleine Erfolgserlebnis in dieser Saison verbuchen, doch da imponierte Hermsdorf beim Remis in Haßloch (28:28) noch mehr. „Das war für mich schon überraschend“, meint Fink, der den Aufsteiger per Videostudium analysiert hat.

Die Reise nach Thüringen nicht antreten kann Uwe Ruhrmann aus beruflichen Gründen. Ein Fragezeichen stand bis gestern noch hinter dem Einsatz des grippegeschwächten Heiko Trinczek. Vor allem die Leistungsträger nimmt Fink in die Pflicht und meint damit Jörn Olbrich, Dirk Petzold sowie Pierre d’Aveta. Eine Verunsicherung wegen des schlechten Saisonstarts sei aber nicht zu spüren. „Es fehlt momentan einfach das nötige Quäntchen Glück“, so Fink. (rm)


Frankfurter Neue Presse vom Samstag, 14. Oktober 2006

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Pechvogel d’Aveta: TVP 31:32

Hermsdorf. Die Talfahrt des TV Petterweil in der Handball-Regionalliga Südwest hält an! Im Kellerduell beim bisherigen Schlusslicht SV Hermsdorf unterlag das noch sieglose Team am Ende unglücklich mit 31:32 und bleibt auf einem Abstiegsplatz. Zur tragischen Figur wurde Pierre d’Aveta, der zuvor all seine sieben Siebenmeter sicher verwandelt hatte und dann fünf Sekunden vor Schluss per Strafwurf scheiterte. Damit vergab er einen zu Beginn der zweiten Hälfte kaum mehr für möglich gehaltenen Punktgewinn.

Zuvor hatte das Team von Gebhard Fink (bis auf den Langzeitverletzten Jens Ruppert komplett) eine furiose Aufholjagd nach 13:23-Rückstand mit dem 30:30-Ausgleich gekrönt. In dieser Phase vertändelte Jörn Olbrich bei einem Tempogegenstoß das mögliche 31:30 des TVP. „Unsere Moral war fantastisch. Die zweite Hälfte hat gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind“, so Ruppert nach der vierten Saisonpleite. Zur Pause mit 13:21 schon fast aussichtslos hinten, bewies der TVP Kampfgeist. Nach Umstellen auf doppelte Abwehr und einer Tempoverschärfung holte man Tor um Tor auf. Die vielen technischen Fehler, die sich der Gast im ersten Abschnitt erlaubt hatte, fabrizierte nun der Neuling aus Thüringen. – TVP-Tore: d’Aveta (10/7), Olbrich (8), Pezold (6), Trinczek (4), Ehmer, Baier, Schneider. (rm)


Frankdurter Neue Presse vom Montag, 16. Oktober 2006

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Rasanter Endspurt bringt TVP nichts ein

Die Enttäuschung war mal wieder riesengroß, und die Befürchtung, die Handballer des TV Petterweil werden im fünften Jahr ihrer RegionalligaZugehörigkeit womöglich vor ihrer schwierigsten Saison stehen, hat konkrete Formen angenommen: Auch beim bis dato ebenfalls noch sieglosen Liga-Neuling TV Hermsdorf gelang es der Mannschaft von TVP-Coach Gebhard Fink am Samstagabend nämlich nicht, im fünften Pflichtspiel den so dringend benötigten ersten Meisterschafts-Erfolg an Land zu ziehen, zumal die gastgebenden Thüringer in der Sporthalle an der W.-Seelenbinder-Straße nach einer vorher weit deutlicheren Führung knapp mit 32:31 (21:13) die Oberhand behielten. Für den ranghöchsten Wetterauer Handball-Verein, der sich mit nunmehr 1:9 Punkten im Tabellenkeller bis auf weiteres einen Stammplatz gesichert hat, bedeutet dies: Die eigenen Vorgaben, in den Regionalliga-Partien Nummer eins bis fünf gegen das als nicht sonderlich stark eingestufte Aufsteiger-Trio Vallendar, Hochdorf und Hermsdorf sowie aus den Duellen gegen Irmenach und Mülheim-Kärlich sechs Zähler zu holen, erwiesen sich als bloßes Wunschdenken.

Und weil den Mannen im gelb-schwarzen Dress in der dritthöchsten deutschen Handball-Liga die Matches gegen die so genannten »dicken Brocken« erst noch ins Haus stehen, dürften die TVP-Aktien, also die Aussicht auf Zählbares, kaum steigen.

»Was wir in der Hermsdorfer Sporthalle in der ersten Hälfte geboten haben, kann man nur als desolat bezeichnen«, ging Gebhard Fink mit seinen Leuten hart ins Gericht. Insbesondere in der Abwehr sei, so der Petterweiler Übungsleiter, nichts zusammen gelaufen: »Keine Ordnung, keine Aggressivität sowie Schiedsrichter, die uns mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen des öfteren aus dem Rhythmus gebracht haben. Und unsere Keeper hatten auch nicht ihren besten Tag erwischt.« Ein Hoffnungsschimmer: Trotz aller Fahrlässigkeit, die dem Gastgeber vor rund 600 Zuschauern bis zur 38. Minute ein Zehn-Tore-Polster (24:14) ermöglichte, steckten die ohne den beruflich verhinderten Kreisläufer Uwe Ruhrmann angereisten Petterweiler Cracks nie auf, fanden mit einem rasanten Endspurt ins Spiel zurück und hätten die 300 Kilometer lange Rückfahrt um ein Haar mit einem, wenn nicht sogar mit beiden Punkten im Gepäck angetreten.

Björn Ehmer traf nämlich zwei Minuten vor dem Abpfiff zum erstmaligen Gleichstand ins Schwarze (31:31), und Petterweils bester Spieler, Jörn Olbrich, hätte die Fink-Sieben mit dem nächsten Angriff gar nach vorne bringen können. Doch Olbrichs Tempogegenstoß brachte genauso wenig den gewünschten Erfolg, wie nach der erneuten Hermsdorfer Führung zum 32:31 Pierre D´Avetas Siebenmeter in allerletzter Sekunde.

Der Petterweiler Spielmacher, der vorher in sieben Fällen sicher verwandelt hatte, scheiterte ausgerechnet beim achten und letzten Versuch an Hermsdorfs Keeper Liebelt - die grandiose Aufholjagd hatte sich als vergebens erwiesen. Was den Gästen blieb, war Frust und nach Gebhard Finks Dafürhalten die Erkenntnis, dass man ab sofort im Training die Zügel straffer ziehen müsse: »Denn Regionalliga-Handball ist eine knallharte Sache. Das haben einige unserer Spieler wohl immer noch nicht begriffen.«

TV Hermsdorf: Liebelt, Passarge; Bergner (8/4), Michael Schneider, Riedel (4), Kietzmann (2), Parybyk; Geisenhainer (3), Herzig (2), Nowak, Heilwagen (8), Klecha (5), Kühne, Herling.

TV Petterweil: Martin Malik, Oliver Malkmus; Jörn Olbrich (9), Pierre D´Aveta (10/7), Felix Schneider (1), Dirk Pezold (6), Björn Ehmer (1), Fabian Neumeier, Heiko Trinczek (4), Dennis Baier, Rene Lenhardt, Hans Self, Andre Mannsfeld.

Schiedsrichter: Pioro/Wilck (Zimmern)
Zeitstrafen: TVH 10 - TVP 7
Siebenmeter: TVH 4/4 - TVP 8/7
Zuschauer: 600 Uwe Born


Wetterauer Zeitung vom Montag, 16. Oktober 2006

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