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29:29 – Wieder kein TVP-Sieg

Petterweil. Den ersten Punkt gewonnen, aber das Spiel im Grunde verloren: Die Handballer des TV Petterweil haben mit dem 29:29 gegen Aufsteiger TV Hochdorf den erhofften ersten Saisonsieg knapp verpasst und stecken weiter im „Keller“ der Regionalliga Südwest.

„Der Kampf hat gestimmt“, lobte Teammanager Reinhard Kreft zumindest den Einsatz der Wetterauer, denen das Remis bei nun 1:7 Zählern nicht weiter hilft. „Wenn man unten drin steht, hat man auch kein Glück“, blickte Kreft auf eine in jeder Hinsicht turbulente Begegnung zurück, die erst gar nicht angepfiffen werden sollte. Da die Schiedsrichter Lothspeich/Schröter (aus Jena) im Stau stecken geblieben waren, drohte Hochdorf wieder abzureisen. Auch Telefonate mit der Verbandsspitze des Südwestdeutschen Handball-Verbandes konnten nicht zur Klärung beitragen, ob ein zufällig anwesender Schiedsrichter aus dem Bezirk Frankfurt das Match ersatzweise hätte leiten dürfen.

Hallensprecher Kreft wollte schon die Spielabsage in der mit 350 Zuschauern gefüllten Sauerbornhalle durchsagen, als die Referees aus Thüringen endlich eintrafen. „Das fand ich sportlich nicht fair, was Hochdorf abgezogen hat. Auch gegenüber den eigenen Fans“, meinte der TVP-Verantwortliche, der aber darin nicht die Gründe für den entgangenen Sieg sah. Zumal die Wetterauer zur Pause noch 15:13 führten und den Vorsprung nach Wiederbeginn zeitweise auf vier Tore ausbauten. Statt aber den Sack beim Stand von 25:22 zuzumachen, konnten die Gäste drei Minuten vor Schluss zum 27:27 ausgleichen. Petterweil legte zwei Mal vor, Hochdorf gleich jeweils aus. In der Schlussminute wäre der bis dahin überragende Jens Olbrich fast noch zum tragischen Helden geworden, als er überhastet abschloss und Hochdorf 30 Sekunden vor Ende nochmal in Ballbesitz brachte. Doch die TVP-Abwehr ließ nichts mehr anbrennen. – TVP-Tore: Olbrich (8), d’Aveta (8/6), Baier (4), Trinczek, Pezold (je 3), Ehmer, Ruhrmann, Neumeier. (rm)


Frankfurter Neue Presse vom Montag, 09. Oktober 2006

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