Malkmus macht Spiel seines Lebens: TVP 30:30
Saarlouis. Die Handballer des TV Petterweil sind im „Hexenkessel“ Stadtgartenhalle förmlich über sich hinausgewachsen und haben den haushohen Favoriten HG Saarlouis vom „Thron“ der Regionalliga Südwest gestoßen.
„Die Mannschaft hat Sensationelles geleistet und die taktischen Vorgaben perfekt erfüllt“, jubelte Trainer Detlef Ernst nach dem 30:30-Coup beim Zweitliga-Anwärter, der hinter den neuen Spitzenreiter Groß-Bieberau auf Rang zwei zurückfiel. Während die Wetterauer mit dem völlig unerwarteten Punktgewinn weiter auf den Klassenerhalt hoffen können, haben die Titelambitionen der Saarländer dagegen einen herben Dämpfer erhalten.
Fast hätte der TVP wie schon im Hinspiel angesichts einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung (22:16) in der zweiten Hälfte triumphiert. Schon zur Pause hatte der Underdog vor der bundesligareifen Kulisse von fast 2000 Zuschauern (!) mit 15:12 die Nase vorne gehabt. Ein Verdienst der wie schon in der Vorwoche beim Sieg über Hermsdorf erneut kompakt stehenden Abwehr mit einem diesmal überragenden Oliver Malkmus im Tor. „Er hat das Spiel seines Lebens gemacht“, gratulierte Ernst dem Keeper, der allerdings beim 30:30-Ausgleich eine halbe Minute vor Schluss machtlos war.
Zuvor hatte Saarlouis erstmals zum 24:24 egalisieren, aber Petterweil damit nicht beeindrucken können. „Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft“, lobte Funktionär Reinhard Kreft, obwohl René Lenhardt und Björn Ehmer ausgefallen waren. Für Petterweil trafen: d´Aveta (8/3), Olbrich (7), Trinczek (5), Baier (3), Schneider (2), Ruhrmann, Fischer (je 2) und Neumeier. (rm)
Frankfurter Neue Presse vom Montag, 12. März 2007
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